Tag 14 – Der Weg ist das Ziel….

Nun, in dem gestrigen Eintrag hatte ich ja zuletzt geschrieben, dass ich euch heute etwas über Ziele schreiben wollte. Doch aus gegebenen Anlass möchte ich etwas anderes einschieben: das eine ist „Flexibilität“ und das andere ist „schwach werden“.

Flexibilität: Man hat ein Ziel, und man möchte es unbedingt erreichen. Man bereitet alles vor, stellt sich vor XY Tage, Minuten etc. brauche ich, damit ich es erreiche. Dies und jenes muss ich machen, damit ich es schaffe. Doch dann stellt man fest, dass etwas dazwischen kommt, weswegen man den Plan nicht 100% einhalten kann. Man wird schwach (der zweite Punkt, zu dem ich gleich komme), man muss sich um etwas anderes, wichtigeres kümmern usw. Oder man stellt schlicht weg fest, das Ziel in der Zeit ist einfach nicht zu erreichen.

Ich hatte dies von Mai bis September. Es war eine bestimmte Zahl,  doch ich habe mich nicht wirklich an meinen Plan gehalten, habe nicht rigoros genug gearbeitet. Und so das Ziel nicht erreicht. Diesmal war es dennoch anders. Ich habe so viel abgenommen, wie schon lange vorher nicht mehr. Ich war tatsächlich erfolgreich. Das erste Mal seit, ich weiß nicht genau wann. Und obwohl ich das eigentliche Ziel nicht erreicht habe, so habe ich dennoch daraus gelernt, dass es tatsächlich klappt. Es geht, wenn man sich einfach darauf einlässt. Früher hätte ich mich und die ganze Welt verflucht, weil XY Kg immer noch nicht erreicht sind. Aber jetzt war es dennoch positiv.

Ich habe dann einfach überlegt, was ich nun besser machen kann, um das Ergebnis zu bekommen, das ich möchte. Ich habe an einem Plan gearbeitet, ich teste jetzt das vegane Leben und mache Power Plate. Und es macht Spaß, es sind Erfahrungen, die nicht immer angenehm sind, aber mich letztlich weiter bringen. Und darum geht es doch, das Endziel nie aus den Augen zu verlieren, aber auf dem Weg dahin sich einfach flexibel zeigen. Ich muss ehrlich gestehen, den Spruch „Der Weg ist das Ziel“ hab ich bis vor ein paar Jahren nie wirklich verstanden. Aber hier trifft es wohl den Nagel auf dem Kopf. 😉

„schwach werden“: Also am heutigen Tage hab ich meine „Kurzziele“ nicht erreicht. Also so gesehen kein erfolgreicher Tag. Aber um ehrlich zu sein, ich find es nicht schlimm. Es ist nicht okay, ganz klar, aber es ist auch nicht der Weltuntergang, nein, heute gibt es kein Drama. 😉 Denn es geht ja schließlich darum, Gewohnheiten zu brechen, die man seit 2, 5, 10, 20 Tagen, Wochen, Monaten oder sogar Jahren bereits schön in sich hatte. Und das geht auch nicht von heute auf morgen.

Ab und an bricht der innere Schweinehund doch wieder aus. Und ich habe die Erfahrung gemacht, wenn man dem Schweinehund hier und da mal das Köpfchen tätschelt und sagt: „Ist alles gut, ich weiß, du bist auch noch da. Hier hast was Feines.“ , dann ist es zufrieden und man kann es den Tag darauf wieder in seine Ecke schicken, wo es selig schlummert. Wenn ich es jedoch jetzt beschimpfen würde, würde es nur immer dreister und hartnäckiger werden. Und es wäre schwerer, es zu besiegen.

So habe ich es also gemacht. Ich habe heute eh nicht wirklich vernünftig gegessen. Zum Frühstück gab es ein Fast-Life-Sandwich, zum Mittag den Rest der Rote-Linsen-Suppe und dann war ich aber irgendwie so voll, dass ich abends nur einen Salat gegessen habe. Ich habe knapp 2Liter Wasser getrunken und keinen Apfel gegessen. Dann als ich Heim kam von der Arbeit, machte mein innerer Schweinehund einen regelrechten Freudentanz. Ergebnis: Ein Brot mit Erdnuss-Mus-Crunchy-Aufstrich und einen Apfel und ein Stück Mango.

Während dieser Challenge soll man nach 19.00Uhr gar nichts mehr essen, bzw. je nachdem wie man arbeitet/lebt, es an den Tagesrhythmus anpassen. Also am besten so knapp 4Stunden vor dem schlafen gehen das letzte Mal gegessen haben. Heute habe ich dieses Ziel definitiv nicht erreicht, das Erdnuss-Mus-Crunchy war trotzdem lecker :)

Es ist wohl auch so, dass das PMS-Syndrom von letzter Woche wohl doch das ist, was es vorgab zu sein. Also wenn ihr versteht, was ich meine. Und ich sage, okay, ich ergebe mich. „Mutter Natur ruft.“ Meine neuen Gewohnheiten sind noch nicht stark genug, als dass ich „die Laster“ ad acta lege. Nun es soll so sein, und ich bin schwach geworden und habe es genossen. Was solls…

Also nicht vergessen, flexibel bleiben und Schwächen nicht fördern, aber ganz selten einfach mal zulassen. 😉

Morgen ist ein anderer Tag, eine neue Chance. Und dann, wenn nicht doch wieder etwas dazwischen kommt, erzähl ich euch etwas über die langfristigen und kurzen Ziele 😉

 

Comments

  1. Nevada says:

    Also ich kenne viel schlimmere MS Essattacken 😉

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