Tag 21 – Die Veränderung machst du immer nur für eine einzige Person…

Zwei Drittel ist nun um, die letzten 10Tage sind angebrochen. Und wie du ja weißt, will ich in jedem Fall danach weitermachen. Von daher nutze ich jetzt diese nächsten 10 Tage dazu, die Elemente so zusammen zu bringen, dass ich es ganz einfach in meinen Alltag hinein fließen lassen kann. Ich weiß, dass ich definitiv an meiner Ernährung, bzw. an der Einstellung dazu etwas ändern muss. Daran werde ich nun weiter arbeiten. Für das Abnehmen an sich werde ich nun einiges umstellen. Nach wie vor muss ich mich zum Trinken „zwingen“. Es ist schon merkwürdig. Aber es ist tatsächlich so. Ich muss mich dazu zwingen, da ich es sonst „vergesse“. Wie kommt es eigentlich, dass wir heutzutage so etwas essentiell wichtiges wie das Trinken vergessen?

Nun, eine Ursache mag sein, dass man natürlich dadurch viel auf Toilette gehen muss. Das möchte man auf der Arbeit in gewisser Weise verhindern, und so trinkt man dann absichtlich weniger zu bestimmten Zeiten. Nun es ist eben wichtig, dass man sich dies bewusst macht, dass es falsch läuft, und dann etwas dagegen unternimmt. Zum Beispiel kannst du dir vornehmen in einem bestimmten Zeitraum also sagen wir zwischen 11.00Uhr vormittags und 17.00Uhr nachmittags alle halbe Stunde ein Glas Wasser zu trinken. Zu jeder halben Stunde ein Glas und fertig. Bei einem herkömmlichen 0,3L-Glas wären das 3,6Liter Wasser.

Perfekt und nach 17.00Uhr hast du immer noch genug Zeit, so dass du nicht mitten in der Nacht aufwachst, weil du dringend musst. Probiere es einfach mal aus. Ich werde es diese Woche mal testen und dann berichten, wie sich das so auswirkt.

Dann möchte ich noch mal auf den Eingangstitel eingehen. Ich habe diese Challenge ja mit dieser Gruppe auf Facebook angefangen. Und ich fand diese Idee anfangs, dass man in einer Gruppe ist, sich austauscht usw. echt super.  Es ist einfach so, dass dieses vegane Essen für mich Neuland war/im Grunde immer noch ist. Das „Problem“ dabei jedoch ist, dass das Kernziel der Gruppe und mein Kernziel grundverschieden sind.

Es ist natürlich so, dass man die Leute mit „hiermit kannst du abnehmen und dein Leben verändern“ anlockt. Und versteht mich jetzt nicht falsch, die Gruppe ist echt super. Die Dynamik ist toll und der eine oder andere Diskussionsansatz auch durchaus überlegenswert. Jedoch ist es so, dass der Grundtenor der Gruppe immer noch auf „vegan“ und nicht Ernährung liegt. Sehr viele in der Gruppe sind eben vegan lebende Menschen. Da muss man grundsätzlich unterscheiden. Denn vegan leben hat auch sehr viel mit dem ethischen Aspekt zu tun.

Und auch wenn mir der ethische Ansatz grundsätzlich verständlich und nachvollziehbar ist, so teile ich es eben einfach nicht. Ich persönlich fange jetzt nicht an, vegane Schuhe oder Make Up etc. zu kaufen.  Und dadurch, dass ich dies derzeit eben nicht tue, sehe ich mich in der Gruppe eher fehl am Platz. Aber auch das ist in Ordnung. Einige der Rezepte werde ich für die Zukunft beibehalten, einfach weil sie so lecker schmecken und gut tun.

Jedoch werde ich mein eigenes Konzept entwickeln. Meinen Bedürfnissen und das Vorhandensein diverser Produkte entsprechend und so, dass ich das, was ich in den drauffolgenden 2x30Tagen entwickele auch danach für mein Leben anwenden kann. Ich habe diese Challenge von vorne herein allein nur für mich gemacht. Und das ist das aller wichtigste. Es ist wichtig, dass, wenn du eine Veränderung an dir vornimmst, egal welcher Art, du dir bewusst bist, dass du allein dies auch wirklich willst. Es mag sein, dass gewisse Umstände dich dazu gebracht haben. Dass gewisse Umstände einen gewissen Schalter in dir umgedreht haben.

Nichts desto trotz muss dir klar sein, dass du diese Veränderung egal wie, trotzdem noch möchtest. Ich möchte dir kurz erklären warum:

Als ich früher dieses Jahr, so im Mai angefangen habe, mich ernster mit dem Abnehmen zu beschäftigen, war der Grund die Hoffnung, dadurch „Interesse zu wecken“. Weil ich dachte, das Interesse wäre nicht da aufgrund meiner nicht vorhandenen Form. Nun war dies also in gewisser Weise ein positiver Katalysator. Irgendwann, als ich mal wieder in diesem „Wenn ich erst mal schlank bin….“-Rausch war, kam mir plötzlich ein furchtbarer Gedanke: Was würde denn passieren, wenn das Interesse auch danach nicht vorhanden ist? Was ist, wenn schlichtweg an meiner Person kein Interesse da ist? Was mach ich dann?

Meine ganzen Pläne, Vorstellungen würden zusammenbrechen wie ein Kartenhaus. Ich wäre völlig verzweifelt, würde in dem „Das hatte alles keinen Sinn“ plötzlich denken, dann kann es ja wieder sein wie vorher und zack, würden die Kilos wieder kommen. Denn diese werden wieder kommen, schneller als man ahnen kann, wenn man nicht aufpasst. So war ich also ein paar Tage ernüchtert und hinterfragte mal wieder den Sinn des ganzen Vorhabens. Doch irgendwas hat es trotzdem in mir bereits gemacht, dass ich mir sagte, ich will es trotzdem.

Egal, was danach passiert. Ich habe einfach keine Lust mehr auf einen schlappen, traurigen und lahmen Körper. Ich will einen Körper, der voller Energie ist, der gesund, stark und hübsch ist. Nachdem mir das klar wurde, wusste ich, warum ich weiter machen wollte. Und immer wieder, wenn mir mal wieder die Zweifel kommen, muss ich an diese Geschichte, an dieses „warum ich es will“ denken und schon geht es ein wenig positiver weiter.

Und mit jedem Mal ist dieses „positiver“ schneller wieder vorhanden. Es ist schlichtweg die Konditionierung deiner Gedanken, deines Verhaltens, an dem du stetig arbeiten musst. Bedenke, du hast Jahrelang Schundluder mit deinem Körper betrieben, das verzeiht er dir nicht einfach so.

Das Unterbewusstsein hat immer wieder Tricks auf Lager, dich wieder auf den alten Weg zu bringen. Umso wichtiger ist es, dir immer wieder klar vor Augen zu führen, warum DU GANZ ALLEIN diese Veränderung möchtest.

Das Wichtigste von heute:

1. Trinke zwischen 11.00Uhr vormittags und 17.00Uhr nachmittags jede halbe Stunde ein Glas (0,3l) Wasser. Für Fortgeschrittene: Trinke direkt nach dem Aufstehen einen halben Liter als aller erstes, da der Körper nach der Nacht am stärksten dehydriert ist.

2. Mache jegliche Veränderungen in deinem Leben nur für dich ganz allein. Niemals für jemand oder wegen jemand anderem, das Kartenhaus könnte all zu leicht zusammenfallen.

 

Comments

  1. Nevada says:

    Durch Dich habe ich mich etwas mit dem Veganismus auseinander gesetzt und sehe es ähnlich wie Du. Auf Dauer könnte ich mich damit nicht identifizieren. Ich habe mal fünf Wochen lang mich nach der Blutgruppendiät ernährt. Ich habe mich wunderbar damit gefühlt, aber irgendwann gingen mir die Milchprodukte dermaßen ab, dass ich nicht mehr auf sie verzichten wollte. Es ist tatsächlich eine Sache eine Methode zum Abnehmen zu finden und eine andere die Ernährung dauerhaft umzustellen (am letzteren bin ich immer gescheitert).

    Ich bin gespannt auf Dein eigenes Konzept. Hast du schon Ideen?

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