„Das bringt doch eh nix“ und andere sich selbst erfüllende Prophezeiungen

Ich habe mir schon seit einigen Tagen den Kopf zermartert, wie ich am besten die Brücke von meiner Vegan for fit challenge zu jetzt schlage. Es sind ganze 6Monate seit dem und ich muss leider sagen, dass ich von den Zielen, die ich damals so euphorisch verkündet habe, so richtig keins erreicht habe. Und genau das ist nun das Thema des jetzigen Artikels. Warum sind viele von uns so erfolglos in Ziele umsetzen und was kann man dagegen tun?
Nun das warum kann ich in meinem Fall recht einfach erklären. Vielleicht gibt es ja die eine und andere da draußen, der es ähnlich geht. Wenn ja oder wenn es etwas ganz anderes bei euch ist, dann freue ich mich auf ein Kommentar. Vielleicht kann man sich ja sogar hier gegenseitig helfen.

1. Sich zu viel vornehmen

Mein Problem ist wohl, dass ich mir immer zu viel auf einmal vornehme. Also versteht es nicht falsch, große Ziele sind gut und auch wichtig, damit wir eben über uns hinaus wachsen können. Aber wenn es von vorne herein nur diese großen Ziele sind, und wir dann eben nach einiger Zeit keinen ersichtlichen Erfolg haben, schwindet die Motivation sehr schnell. Es dauert scheinbar zu lange, der Weg ist zu lang, die Ablenkungen auf dem Weg erscheinen dann doch wieder zu interessant und ganz schnell kommt es zum nächsten Problem…

2. „Das bringt doch eh‘ nichts….“

Seit einiger Zeit ist mir das erst richtig bewusst geworden, wie sehr doch dieser unscheinbarer Satz zu meinem Lebensmantra wurde. „Das bringt doch jetzt auch nichts mehr…“ „Ist doch egal…“ „Das kann ich halt nicht…“
Glaubenssätze, nicht erst durch The secret, sind ein sehr mächtiges Instrument. Und richtig eingesetzt, kann man unglaubliche Dinge damit erreichen. Aber wenn man sich diesen eben unbewusst aussetzt, dann können sie eben genau das Gegenteil bewirken und einem wunderbar einen Stein nach dem anderen in den Weg legen. Und glaubt mir, Glaubenssätze werden nie müde, die machen weiter, und immer weiter. Und die unglaublichsten Ausreden fallen einem ein, warum man nun dies oder jenes nicht machen kann. Und dann kommt man zum nächsten Punkt, nämlich…

3. Schleifen lassen

Man nimmt sich also einen Plan vor. An den sollte man sich halten. Doch dann irgendwann wird die tägliche Joggingrunde einen Tag ausgesetzt, den zweiten Tag auch und dann kann man schon froh sein, wenn man sich zweimal die Woche dazu aufraffen kann, etwas für sich und seinen Körper zu tun. Die guten Vorsätze, das tägliche Journal und alles andere geraten immer mehr in Vergessenheit, denn man sieht vielleicht keine direkten Erfolge, dann kommt der Glaubenssatz „Das bring doch eh nichts“ oder bei euch vielleicht was anderes und zack, die Sportschuhe landen in der Ecke der Abstellkammer und wieder ein Jahr den Vorsatz nicht eingehalten. „Naja, so ist es eben, ich bin eben zu schwach. Dafür bin ich einfach nicht gemacht.“ Und das führt zum nächsten und letzten Punkt dieser Liste…

4. Wir sind einfach viel zu bequem

Antony Robbins sagt in etwa „Solange das „Sollte“ nicht zu einem unbedingten „Muss“ wird, wird es nicht funktionieren.“ Nun schreit der Teil, der sich all die Ausreden ausdenkt, vor Freude auf und sagt: „Yeah! Also, solange du nicht wegen einer Krankheit oder einer außergewöhnlichen Situation dich ändern musst, solange ist es eben so, steht doch in dem Satz: „Es wird nicht funktionieren.“ Zu früh gefreut liebes Schweinehund, weiter unten erkläre ich, wie man diesen Mechanismus austricksen kann.
Das Problem ist eben auch, dass wir meist immer die Wahl haben. Ja, wir haben die Wahl. Ziehe ich die Joggingschuhe jetzt an, geh ich raus oder bleib ich doch lieber daheim. Gucke eine weitere Folge meiner Lieblingsserie, checke, was auf Facebook abgeht, trinke einen leckeren Kaffee. Esse ich lieber eine Portion Salat oder doch die Chicken McNuggets. Diese Wahl haben wir, jedes Mal und immer. Und es liegt eben an uns, für was wir uns entscheiden. Bleiben wir bequem, oder setzen wir uns damit auseinander, was uns wirklich fehlt, weswegen wir jetzt diese Süßigkeiten essen müssen? Bedrückt uns etwas, sind wir unzufrieden mit uns selbst? Oftmals, gerade was das Essen angeht, ist es auch um gewisse Gefühle, denen wir uns nicht gern aussetzen, zu betäuben.
Aber die Bequemlichkeit macht es eben, dass das Betäuben so viel einfacher ist, als das sich wirklich damit auseinandersetzen.

Nun möchte ich euch gern einige Lösungsvorschläge mit an die Hand geben, an denen ich selbst auch gerade arbeite. Es ist also so, dass ich selbst noch nicht erfolgreich war, aber eben jetzt aktuell daran arbeite:


1. Kleine Ziele, täglich, wöchentlich, monatlich

Ich habe diesen Vorschlag mal bekommen, und im Grunde ist es ideal. Nimm dir vor, Dinge zu tun, die du täglich, wöchentlich und monatlich kontrollieren kannst. Und wenn du die Dinge dann auch getan hast und erfolgreich absolviert hast, dann feiere das auch ganz bewusst als Erfolg. Du hast einen ganzen Tag ohne Süßes und Brot ausgehalten und hast nur Obst und Gemüse gegessen? Super, dann belohne dich mit einer extra Orange 😉 und freue dich über deinen ersten Erfolg. Und das mache täglich. Denk daran, es ist verdammt schwierig, täglich an all diesen anderen verführerischen Kostbarkeiten vorbei zu laufen. DU hast jeden Tag Erfolg, wenn du diesen ausweichst. Mache dir das klar!

2. Ich schaffe das!

Mache dir klar, dass um Veränderungen herbei zu führen, dieses nicht nur im Äußeren, sondern vor allem im Inneren geschehen muss. Es gibt viele Möglichkeiten, wie man sich selbst trainieren kann, um eben diese inneren Veränderungen zu erhalten. Es ist ja klar, jemand der erfolglos ist und seine Ziele nicht erreicht, denkt ganz anders, als jemand der die Dinge anpackt, die Zähne zusammen beißt und sich da durch kämpft.

3. Bleib dran!

Vergiss es nicht! Du musst jetzt denken, wie jemand, der diesen Erfolg unbedingt will. Nicht wie ein weinerlicher Mensch, der zwar die schönen Seiten des Lebens genießen will, aber nicht viel dafür tun möchte. Nicht schleifen lassen. Denk an deine täglichen Ziele. Arbeite immer an ihnen. Auch und gerade, wenn du keinen Bock drauf hast. Genau das ist nämlich der Moment, der in deinem Leben den Wendepunkt bringen wird. Genau in diesen „Kein Bock“-Momenten entscheidet es sich, ob es wieder nur einer von vielen nicht erreichten Zielen sein wird oder ob es nicht doch endlich klappt.

4. Werde unbequem!

Du musst dir darüber im Klaren sein, dass es in deinem Umfeld Menschen geben wird, die es nicht für gut heißen, dass du so vehement deine Ziele verfolgst. Es sind verschiedene Gründe: Sie beneiden dich, mögen es gar nicht, dass du ihnen vorlebst, dass es verdammt noch mal möglich ist, seine Ziele zu erreichen. Sie wollen in der bequemen Welt bleiben und möchten dich da behalten. Sei dir darüber bewusst, dass du diese Menschen entweder inspirierst, es ebenso zu tun oder aber, dass du sie vielleicht verlierst. Doch auch das hat mit deiner Denke zu tun. In dem Moment, wo du anfängst, anders zu denken, ziehst du auch andere Menschen an.
Wie erreichst du es nun, anders zu denken? Nun, eigentlich wollte ich es in diesem Artikel erklären. Doch dieser Aspekt allein ist so weit, dass ich dafür einen weiteren Artikel schreiben werde. Es gibt mehrere Möglichkeiten. Diese sollst du auch bald erfahren. Doch jetzt habe ich dir erst mal genug Input zum dran arbeiten mitgegeben.

Was ist dein Ziel?
Erstelle dir tägliche, wöchentliche, monatliche Ziele.
Arbeite an deiner Denkweise, beobachte dich mal, was dein typischer Satz ist, den du dir immer wieder vorsagst.
Bleibe dran. Halt durch. Ziehe es durch.

Auf ein Kommentar, was ihr dazu meint, freue ich mich.

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